Wir müssen eine Bewegung der Vorbilder sein

In letzter Zeit hat es viel Diskussionsbedarf in der veganen Szene geben. Zum anderen auch über Anonymous for the Voiceless. Das Stichwort „Inklusion“ ist dabei gefallen.

Ich hatte in den letzten Tagen lange Zeit darüber nachzudenken. Ich selbst werde mich bis zur Stellungsnahme von den Gründern von AV distanzieren. Ich bin trotzdem gespannt darauf, was sie zu sagen haben.
In einer neu erstehenden Bewegung sehe ich viel Richtiges, allerdings habe ich auch ein paar Anmerkungen.

Die neu erstehende Bewegung will sich nicht nur mit Tierrechten befassen, sondern auch mit den Anbau von Palmöl etc., die den Tieren zum Beispiel Lebensraum raubt. Ich finde dies vernünftig und würde mir auch wünschen, dass dies in der Tat umgesetzt wird. Allerdings ist es mir auch in der veganen Szene aufgefallen, dass sich ausschließlich mit Tieren befasst wird, Teils sind auch negative Emotionen gegenüber anderen Bewegungen zu lesen… In einer Zeit wo Deutschland in eine linke Politik reingerückt ist, gab es leider auch viel Streitereien zwischen linken Aktivisten und auch linken Ansichten der politischen Parteien, so dass keine starke linke Bewegung hier hervorgehen konnte.

Dasselbe fällt mir bei den Veganern auf … Stichwort: Inklusion zu Feministinnen, zu Umweltaktivisten, zu Friedensaktivisten, zu scheinbaren Verschwörungstheoretikern.
Manchmal habe ich das Gefühl nur wenige Menschen befassen sich mit der Welt als Ganzen, sondern halten sich an vielen Einzelheiten auf.
Eine vegane Lebensweise sollte nicht nur die Tierleidvermeidung sein. Wer Tierleid vermeiden will, aber Menschenrechte nicht bei beachtet, der tritt vermeintliches Tierleid mit Füßen. Wir Veganer wollen, dass wir Menschen als Tiere zählen. Dementsprechend müssen wir auch Menschen gleichberechtigt in unseren Ansichten wie Tiere behandeln. Dabei ist es sicherlich nicht förderlich hierbei Menschenversuche an Straftätern zu fordern. Wir werden niemals in den Kopf eines Menschen hineinschauen können, wir wissen nicht warum er so wie er ist gehandelt hat. Wir können ihn nur als schuldig oder nicht schuldig verurteilen. Schaden wir aber seiner körperlichen Unversehrtheit, sind wir nicht besser als der Verbrecher und auch nicht besser als jemand der ein Tier schlachtet oder sich sonst wie an Tiere vergeht.

Empathie ist hier das Stichwort. Wichtig für uns ist, dass wir eine Bewegung der Vorbilder und nicht der Inklusion werden. Wir sollten die vegane Lebensweise als Weltumfassend sehen. Wir müssen uns für Tierleidvermeidung einsetzen. Das heißt wir setzen uns für Tierrechte ein, tragen keine Kleidung, die aus tierunwürdigen Bedingungen (auch menschenunwürdig) hergestellt werden, wir vermeiden Produkte mit Palmöl. Wir klären über Kriegsverbrechen auf und gehen mit gesunden Menschenvorstand voran. Wir verurteilen nicht vorschnell Leute, die über geschichtliche Ereignisse anderer Ansicht sind. Ob wir sie glauben oder nicht, ist uns selbst überlassen. Aber niemand hat das Recht den anderen wegen einer anderen Ansicht an den Pranger zu stellen. Mit der Ausnahme der Andere schadet mit seiner Ansicht bewusst anderen Tieren, der Umwelt oder den Menschen.

Konzentrieren wir uns darauf Vorbilder zu sein. Lasst uns gemeinsam die Gedankengänge und Träume vieler Menschen verrenken. Wir müssen Umweltaktivisten darüber aufklären, dass sie die Umwelt mit einer veganen Lebensweise unterstützen. Wir können Menschenrechtlern erklären, dass die Fleischerzeugung auch gegen viele Menschenrechte verstoßen. Wir können Friedensaktivisten erklären, dass die vegane Lebensweise die Möglichkeit der gleichmäßigen Verteilung aller Ressourcen der Erde bietet. Konzentrieren wir uns nicht auf einzelne Landesgrenzen, sondern sehen wir die Welt als Ganze als unser Land. Gemeinsam können wir als Bewegung stark werden, lasst uns alle für eins und Aktivisten für alle sein. Denn gemeinsam sind wir stark und Vorbilder für die gesamte Menschheit! Das ist mein großer veganer Traum.

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