Gedanken über eine vegane Welt

Vegan Utopia: die Vorstellung, dass eine Gesellschaft komplett vegan lebt und ethisch handelt. Das ist für mich tatsächlich eine sehr schöne Vorstellung, die es wert ist, an ihr zu arbeiten. Schließlich ist etwas nur solange unmöglich, bis es umgesetzt wurde.

Die Realität ist gegenwärtig eine andere. Doch darüber möchte ich heute nicht schreiben. Stattdessen möchte ich euch einladen mich auf eine Gedankenreise in ein mögliches Vegan Utopia zu begleiten.

Eines vorweg: für mich ist diese Gesellschaft nicht unter den aktuellen Bedingungen der wirtschaftlichen Globalisierung und der Lebensweise des Kapitalismus und des Konsums umsetzbar.

Daher ist eine grundlegende Bedingung: die Abschaffung von Geld und allen anderen Währungen.

Keine Macht dem Geld

 Klingt das für euch befremdlich? Stellt ihr euch nun Fragen wie: Womit soll ich dann mein Essen bezahlen? Wozu gehe ich dann arbeiten? Gegenfrage: Warum soll ich für etwas bezahlen, dass ich selbst anbauen kann? Wird Arbeit nur gewürdigt, wenn es jemanden bereichert? Was ist mit all den Müttern, die ihre Kinder großziehen, die Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit hergeben, um den Ärmsten zu helfen…? Deren Einsatz lässt sich mit keinem Geld der Welt aufwiegen.

Wenn es kein Geld mehr gibt, sind alle Menschen gleich. Es gibt keinen Grund mehr zwischen reich und arm zu kategorisieren. Niemand kann sich mehr auf Kosten anderer Menschen oder gar Lebewesen bereichern. Es macht einfach keinen Sinn, Tiere einzusperren, zu töten und zu verkaufen, wenn man dafür kein Geld mehr bekommt. Schon gar nicht in einer veganen Welt. Es wäre auch gleichbedeutend mit dem Niedergang des Kapitalismus und der Konzerne. Denn deren Lebensader ist Geld. Ohne Geld bricht die ganze westlich industrielle Lebensweise wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Das ist der Anfang meiner Vorstellung von Vegan Utopia…

Eine autarke Selbstversorgergemeinschaft

 Gegenteilig zum Trend Produkte aus der ganzen Welt zu beziehen (Kakao aus Afrika oder Lateinamerika für Schokolade, Mandeln aus Kalifornien, das schon seit Jahren unter Dürre leidet, Erdbeeren im Winter aus Spanien…), soll sich die Gesellschaft selbst versorgen können. Sprich: große öffentliche Gärten, in denen Getreide, Obst und Gemüse selbst angebaut werden. Das wird einen Großteil der Arbeit in der Gemeinschaft ausmachen. Kinder werden gemeinschaftlich betreut. Eine öffentliche Bibliothek stellt Wissensbestände bereit, die erlernt werden können. Es ist wichtig, dass die Kinder lernen ihre eigenen Interessen zu finden und dass sie nicht ein System übergestülpt bekommen, das will, dass sie sich alle anpassen. Viele Fähigkeiten werden (wieder) erlernt werden müssen. Handarbeit, Handwerk, die Arbeit mit den eigenen Händen… WIr werden den Schritt von Konsumenten zu Erschaffenden machen müssen. Und uns in der Gemeinschaft gegenseitig unterstützen. Hier ist kein Platz für die Ellenbogenmentalität unserer aktuellen Gesellschaft.

Vegan Utopia: das Ende des Kapitalismus?

Ich zeichne hier ein Bild einer Gemeinschaft, die im Einklang mit ihrer Umwelt lebt. Ja, mir schwebt eine Welt vor wie sie sich z.B. in den FIlmen des Michel aus Lönneberga darstellt. Es ist ein Traum.

Von einem bin ich überzeugt: Wenn wir wirklich noch den Kollaps unseres Planeten aufhalten wollen, werden wir nicht drum herum kommen die Art und Weise wie wir leben und vor allem auch konsumieren zu überdenken. Vielleicht gehen wir wirklich den Schritt und gründen ein Vegan Utopia. Meine Hoffnung ist, dass viele solcher Gemeinschaften folgen werden und den Kapitalismus friedlich bezwingen.

2 Comments on “Gedanken über eine vegane Welt

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